CI/CD 20. August 2026 ca. 11 Min. Azure Pipelines Apple Silicon

Azure Pipelines Apple Silicon: 2026 gehostet oder selbst gehostet?

Dieser Leitfaden ordnet Apple-Silicon-Agents in Azure Pipelines nach realen Arbeitslasten ein: Pull-Request-Prüfungen, Beta-Tests, Produktionssignierung, interne Netzwerke und Lastspitzen. Sie erhalten eine belastbare Entscheidungslogik für selbst gehostete Macs, gehostete Kapazität und einen gemischten Agent Pool.

Azure Pipelines Apple Silicon: 2026 gehostet oder selbst gehostet?

Dieser Leitfaden ordnet Apple-Silicon-Agents in Azure Pipelines nach realen Arbeitslasten ein: Pull-Request-Prüfungen, Beta-Tests, Produktionssignierung, interne Netzwerke und Lastspitzen. Sie erhalten eine belastbare Entscheidungslogik für selbst gehostete Macs, gehostete Kapazität und einen gemischten Agent Pool.

Kurzfassung: Produktions-Releases sollten Sie 2026 nicht vollständig auf einen noch in der Vorschau befindlichen Apple-Silicon-Agent in Azure Pipelines verlagern. Für kurze Tests und Lastspitzen eignen sich gehostete Ressourcen; für stabile Signierung, private Netzwerke, dauerhafte Caches oder konstant hohe Last bleibt ein kontrollierter, selbst gehosteter Mac die sicherere Basis.

Für wen dieser Beitrag gedacht ist:
Dieser Beitrag richtet sich an Verantwortliche für Azure DevOps, iOS CI/CD und die Planung von Apple-Silicon-Kapazität für Xcode 27.
Er ist außerdem für IT- und Sicherheitsverantwortliche relevant, die Signierungsdaten, interne Netzwerke, Datenresidenz und die vollständigen Betriebskosten bewerten müssen.

Zuletzt aktualisiert am 20.08.2026; geprüft anhand der in diesem Beitrag verlinkten Microsoft- und Apple-Dokumentation. Vorschauzustand, Image-Tags, Regionen, Preise und Verfügbarkeit müssen vor dem produktiven Einsatz erneut kontrolliert werden.

01

Die Agent-Auswahl beginnt mit der Arbeitslast

Die zentrale Frage lautet nicht, ob ein gehosteter Agent oder ein selbst gehosteter Mac grundsätzlich „besser“ ist. Entscheidend ist, welche Eigenschaften der konkrete Pipeline-Job benötigt: kurzlebige Isolation, Zugriff auf ein privates Netzwerk, persistente Signierungsdaten, reproduzierbare Caches oder zusätzliche Kapazität während einer Release-Spitze.

Arbeitslast Empfohlener Pool Bewertung der Passung Begründung und Nachweis
Pull-Request-Build mit nicht vertrauenswürdigem Code Gehosteter Apple-Silicon-Agent Hoch Eine kurzlebige Umgebung begrenzt die Hinterlassenschaften eines einzelnen Jobs. Secrets und interne Netzwerkpfade dürfen trotzdem nicht automatisch verfügbar sein.
Beta- und Kompatibilitätstest für Xcode 27 Gehosteter Agent, sofern Image und Region passen Mittel bis hoch Apple bestätigt die Apple-Silicon-Anforderung für Xcode 27 Beta. Vorschauressourcen sind jedoch nicht mit einer zugesicherten Produktions-SLA gleichzusetzen.
Produktionssignierung und App-Store-Release Getrennter selbst gehosteter Mac-Pool Hoch Keychain, Provisioning Profiles, Release-Konten, Zugriffskontrolle und forensische Nachvollziehbarkeit bleiben unter eigener Verwaltung.
Private Artefakte, interne APIs oder strikte Ausgangsfilter Selbst gehosteter Mac Hoch Die Netzwerkanbindung und die erlaubten Ziele können an der eigenen Sicherheitsarchitektur ausgerichtet werden.
Unvorhersehbare Release-Spitze Selbst gehostete Basiskapazität plus gehostete Elastizität Hoch Der feste Pool hält den normalen Betrieb stabil; zusätzliche Jobs werden nach überprüften Regeln ausgelagert.
Dauerhafte Hochlast mit planbarer Auslastung Selbst gehosteter Mac oder gemietete dedizierte Kapazität Mittel bis hoch Die Rechnung hängt von Laufzeit, Parallelität, Wartung und Auslastung ab, nicht allein vom Minutenpreis.

Diese Tabelle ist eine Entscheidungshilfe, kein Versprechen über Verfügbarkeit. Microsoft unterscheidet zwischen Microsoft-hosted Agents, GitHub-hosted Agents für Azure Pipelines und self-hosted Agents. Die öffentlich dokumentierte Apple-Silicon-Ressource gehört dabei nicht automatisch zum klassischen Microsoft-hosted-macOS-Image. Prüfen Sie Poolname, Image-Label und Abrechnungsmodell direkt in der offiziellen Dokumentation zu GitHub-hosted Agents für Azure Pipelines.

Achtung: Die Region der Azure-DevOps-Organisation ist kein Beweis dafür, dass der Build-Prozess in derselben Region ausgeführt wird. Für DSGVO-Prüfungen, Exportkontrollen und interne Datenresidenzregeln muss der tatsächliche Ausführungsort der Ressource nachgewiesen werden.

02

Warum Xcode 27 die bisherige Intel-Annahme verändert

Apple führt Xcode 27 derzeit als Beta und bestätigt in den Xcode-27-Release-Notes, dass diese Version nur auf einem Mac mit Apple Silicon installiert und ausgeführt werden kann. Das ist keine vollständige Migrationsanleitung, verändert aber die Kapazitätsplanung: Eine Pipeline, die bisher ausschließlich auf Intel-kompatiblen macOS-Images lief, benötigt für diese Toolchain einen überprüften Apple-Silicon-Pfad.

Die Konsequenz ist nicht, jede Pipeline sofort umzustellen. Zuerst sollten Sie feststellen, welche Jobs Xcode 27 tatsächlich benötigen, welche Abhängigkeiten native Komponenten enthalten und ob Drittanbieter-SDKs, Simulatoren oder Build-Skripte auf der neuen Architektur funktionieren. Die Aussage „Apple Silicon ist verfügbar“ ersetzt keinen Kompatibilitätstest mit dem eigenen Repository.

Für diesen Test ist ein kurzlebiger gehosteter Agent attraktiv, weil die Umgebung nach dem Job nicht als dauerhaftes Team-System bestehen bleibt. Das reduziert die Gefahr, dass ein experimenteller Branch eine spätere Release-Umgebung verändert. Allerdings müssen Sie vor jedem Einsatz die installierte Xcode-Version, das macOS-Image, den Pool, die Region und die Wartungsankündigungen protokollieren.

03

Pull Requests und Beta-Builds gehören in einen isolierten Pfad

Pull-Request-Builds haben eine andere Risikostruktur als Produktionsveröffentlichungen. Der Code stammt möglicherweise aus einem nicht vertrauenswürdigen Branch, benötigt häufig keine Signierungsgeheimnisse und soll vor allem Kompilierfehler, Tests und grundlegende Kompatibilität sichtbar machen. Eine jedes Mal neu bereitgestellte Umgebung ist deshalb meist geeigneter als ein langlebiger Agent mit wertvollen Zugangsdaten.

Die Isolation wirkt aber nur, wenn die Pipeline sie nicht durch ihre Berechtigungen wieder aufhebt. Für nicht vertrauenswürdige Jobs sollten Sie:

  1. keine Produktionszertifikate oder privaten Provisioning Profiles laden;
  2. keine Keychain mit Release-Schlüsseln entsperren;
  3. keine internen APIs oder privaten Artefakt-Repositories freigeben, sofern dies nicht zwingend erforderlich ist;
  4. Secrets nur in den Jobs verfügbar machen, die sie wirklich brauchen;
  5. erzeugte Artefakte vor der Weitergabe auf Herkunft und Inhalt prüfen.

Für Beta-Kompatibilitätstests kann ein gehosteter Apple-Silicon-Agent die richtige erste Station sein. Das gilt jedoch nur, wenn die verwendete Xcode-Version im Image nachweisbar vorhanden ist oder kontrolliert installiert werden kann. Ein wechselndes Image kann zu scheinbar zufälligen Fehlern führen, wenn ein Build nicht dieselbe Toolchain, denselben Simulatorbestand oder dieselben Cache-Voraussetzungen erhält.

Microsoft beschreibt in seinen Sicherheitsempfehlungen für Azure Pipelines, dass Pipeline-Berechtigungen und Secret-Zugriffe bewusst begrenzt werden müssen. Diese Vorgabe ist für Apple-Silicon-Builds nicht weniger wichtig, nur weil der Agent kurzfristig bereitgestellt wird.

04

Produktionssignierung verlangt einen eigenen Kontrollbereich

Ein Release-Job ist nicht einfach ein schnellerer Test-Build. Er verbindet Quellcode, Zertifikate, Provisioning Profiles, eine entsperrte Keychain, App-Store-Zugänge, Artefaktablage und häufig interne Freigaben. Schon ein kleiner Unterschied zwischen Test- und Produktionsumgebung kann die Fehlersuche verlängern oder eine Zertifikatsrotation erzwingen.

Ein selbst gehosteter Mac bietet dafür die notwendige Kontrolle, erzeugt aber auch eine klare Betriebspflicht. Die IT-Abteilung muss mindestens folgende Bereiche verantworten:

  • Version und Sicherheitsstand von macOS;
  • Xcode-Version und installierte Command-Line-Tools;
  • Registrierung und Aktualisierung des Azure-Pipelines-Agents;
  • Schutz, Rotation und Widerruf von Zertifikaten;
  • Zugriff auf Keychain und Provisioning Profiles;
  • Protokollierung von Agent-, Benutzer- und Pipeline-Aktionen;
  • Wiederherstellung nach einem beschädigten Build-Zustand;
  • Ersatzbetrieb bei Hardware-, Netzwerk- oder Login-Problemen.

Die Microsoft-Dokumentation zum macOS-self-hosted Agent beschreibt die Agent-Installation und die grundlegenden Voraussetzungen. Sie ersetzt jedoch kein unternehmensinternes Runbook. Für eine belastbare Prüfung müssen Sie festlegen, wer ein kompromittiertes Zertifikat sperrt, wie ein Mac aus dem Pool entfernt wird und wie ein Release ohne den primären Agent fortgesetzt werden kann.

Der Produktionspool darf nicht gleichzeitig als allgemeiner Testknoten dienen. Selbst wenn die Pipeline technisch dieselbe YAML-Datei verwendet, sollten Agent Pool, Berechtigungen, Secrets, Netzwerkzugänge und Freigaberegeln getrennt sein. Ein Testjob, der auf einem Release-Knoten landet, kann sonst die eigentliche Sicherheitsgrenze umgehen.

05

Private Netzwerke und Datenresidenz entscheiden über die Architektur

Viele Unternehmen benötigen während des Builds Zugriff auf private CocoaPods- oder Swift-Package-Repositories, interne API-Endpunkte, Lizenzserver oder geschützte Artefaktspeicher. Ein gehosteter Agent ist nur dann geeignet, wenn diese Verbindung ausdrücklich erlaubt, technisch umsetzbar und mit der Sicherheitsrichtlinie vereinbar ist.

Prüfen Sie nicht nur, ob ein Agent eine Internetverbindung besitzt. Entscheidend sind die erlaubten Ausgangsziele, DNS-Auflösung, Firewall-Regeln, Proxy-Anforderungen, Zertifikatsketten und die Frage, ob Quellcode oder erzeugte Binärdateien eine definierte Region verlassen dürfen. Microsoft weist in den Informationen zu Microsoft-hosted Agents, Regionen und Netzwerkverhalten darauf hin, dass die Ausführung nicht einfach aus dem Standort der Organisation abgeleitet werden darf.

Wenn der Anbieter die geforderte Region, Netzwerkroute oder Zugriffskontrolle nicht nachweisen kann, sollte der Job auf einen dedizierten selbst gehosteten Mac wechseln. Dieser Agent muss dann selbst geschützt werden: durch ein minimales Agent-Konto, eingeschränkte Pool-Berechtigungen, eine kontrollierte Firewall, getrennte Projekte und die Entfernung unnötiger Administratorrechte.

Auch ein Mietmodell kann in diesem Szenario sinnvoll sein, wenn das Unternehmen keine eigene Hardware beschaffen möchte, aber eine dedizierte Apple-Silicon-Umgebung benötigt. Bei VNCMac Mac-Cloud-Mietlösungen sollten Sie vor einer Beauftragung dennoch die eigenen Anforderungen an Standort, Zugriff, Aufbewahrung und Nachweisführung gegen die tatsächlich verfügbaren Vertrags- und Betriebsinformationen prüfen. Eine Mietmaschine ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer vollständigen Compliance-Zusage.

06

Release-Spitzen sprechen für einen gemischten Agent Pool

Eine feste selbst gehostete Basiskapazität plus gehostete Elastizität ist für viele Teams der sinnvollste Zwischenstand. Der eigene Pool verarbeitet reguläre Release-Jobs, Signierung und Aufgaben mit privaten Abhängigkeiten. Gehostete Apple-Silicon-Ressourcen übernehmen dagegen kompatible Tests, zusätzliche Pull Requests oder zeitweise Spitzen, sofern keine vertraulichen Daten benötigt werden.

Die Aufteilung sollte nicht durch manuelle Auswahl im Azure-DevOps-Portal erfolgen. Legen Sie stattdessen Routing-Regeln in Templates und YAML fest. Ein mögliches Modell ist:

  • ios-test für nicht signierende Kompilierung und Unit-Tests;
  • ios-beta für überprüfte Xcode-27-Kompatibilität;
  • ios-release-private für Signierung und interne Ressourcen;
  • ios-burst für zusätzliche, nicht privilegierte Kapazität.

Labels oder Agent-Pool-Anforderungen müssen mit Berechtigungen verbunden sein. Ein Entwickler sollte nicht allein durch das Ändern eines Labels Zugriff auf den Release-Pool erhalten. Ebenso darf ein fehlgeschlagener Job nicht automatisch in einen Pool mit weitergehenden Secrets wiederholt werden.

Die Elastizität muss anhand echter Warteschlangendaten gesteuert werden. Sammeln Sie die durchschnittliche und maximale Wartezeit, die aktive Parallelität, die Build-Dauer, die Wiederholungsrate und die Quote der Jobs, die wegen fehlender Toolchain oder Netzwerkzugriffe scheitern. Erst daraus lässt sich ableiten, wann zusätzliche Kapazität benötigt wird.

07

Die vollständigen Kosten entstehen nicht nur pro Build-Minute

Für die TCO-Bewertung von Azure Pipelines müssen Sie die effektive Build-Zeit von der bereitgehaltenen Kapazität trennen. Ein gehosteter Agent kann bei unregelmäßiger Nutzung attraktiv sein, während ein selbst gehosteter Mac bei dauerhaft hoher Auslastung kalkulierbarer wirkt. Eine pauschale Aussage, welche Option immer günstiger ist, wäre ohne die eigenen Logs nicht belastbar.

Rechnen Sie mindestens mit diesen Variablen:

  1. abrechenbare Build-Minuten und mögliche Parallelität;
  2. Leerlaufzeit einer dauerhaft reservierten Maschine;
  3. Wartungs- und Administrationsstunden;
  4. verlorene Dependency- und Derived-Data-Caches;
  5. Kosten fehlgeschlagener Wiederholungen;
  6. Netzwerkbetrieb und private Konnektivität;
  7. Zertifikats-, Keychain- und Secret-Verwaltung;
  8. Wiederherstellung, Ersatzkapazität und Ausfallbearbeitung.

Microsoft stellt für GitHub-hosted Agents für Azure Pipelines eigene Informationen zu Nutzung und Abrechnung bereit. Prüfen Sie die offizielle Agent-FAQ, statt Preise oder Leistungswerte aus Blogbeiträgen zu übernehmen. Für diese Entscheidung sind außerdem keine unbestätigten Hardwarevergleiche erforderlich: Ein Build, der wegen eines fehlenden privaten Zugriffs wiederholt werden muss, kann wirtschaftlich schlechter sein als ein längerer, aber erfolgreicher Lauf.

Erfahrung aus der Planung: Ein niedriger Minutenpreis beantwortet nicht die Frage, wer die Pipeline repariert, wenn ein Zertifikat abläuft, ein Image wechselt oder ein privates Repository nicht erreichbar ist. Diese Arbeitszeit gehört in die TCO-Rechnung.

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FAQ für Azure DevOps und Apple-Silicon-Kapazität

Die folgenden Antworten trennen die Eignung nach Arbeitslast und vermeiden eine pauschale Empfehlung für alle iOS-Pipelines.

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Ein Pilot muss vor dem Einkauf beweisen, nicht nur kompilieren

Ein sinnvoller Pilot besteht aus denselben Pipeline-Schritten, die später tatsächlich betrieben werden. Ein vereinfachter Demo-Build reicht nicht aus, wenn der Produktionsprozess Signierung, private Abhängigkeiten, Artefaktübergabe und Freigaben enthält.

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Arbeitslasten inventarisieren: Ordnen Sie jeden Job als Pull-Request-, Beta-, Release-, Netzwerk- oder Spitzenlast-Aufgabe ein.
  2. Pool-Grenzen definieren: Erstellen Sie getrennte Pools für nicht privilegierte Tests, private Builds und Produktionssignierung.
  3. Toolchain festhalten: Protokollieren Sie macOS-Image, Xcode-Version, SDKs, Simulatoren, Ruby- oder Swift-Abhängigkeiten und relevante Build-Skripte.
  4. Routing automatisieren: Verwenden Sie YAML-Templates, Labels und geschützte Variablen, damit Jobs nicht zufällig auf einem ungeeigneten Agent landen.
  5. Sicherheitsnachweise prüfen: Testen Sie Secret-Zugriff, Keychain-Sperre, Zertifikatswiderruf, Netzwerkfilter und Artefaktberechtigungen.
  6. Betriebsdaten sammeln: Erfassen Sie Build-Dauer, Queue-Zeit, erfolgreiche Erstläufe, Wiederholungen, Cache-Verhalten und Wiederherstellungszeit.
  7. Ausfall simulieren: Entfernen Sie den bevorzugten Agent aus dem Pool und prüfen Sie, ob ein Release kontrolliert auf einen freigegebenen Ersatz wechseln kann.
  8. Entscheidung dokumentieren: Halten Sie fest, welche Jobs dauerhaft selbst gehostet, elastisch ausgelagert oder vorerst nicht migriert werden.

Der Pilot sollte außerdem klären, ob die benötigte Xcode-27-Version im gehosteten Image enthalten ist und ob sich die Ressourcen in einer zulässigen Region befinden. Da Apple Xcode 27 zum genannten Prüfzeitpunkt als Beta führt, muss die Bewertung bei einer späteren offiziellen Version wiederholt werden.

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Klare Zulassungskriterien für die vier Wege

Gehostete Nutzung fortsetzen:
Wählen Sie diesen Weg, wenn die Jobs kurzlebig und nicht privilegiert sind, keine internen Netzwerkpfade benötigen, die Toolchain im Image nachweisbar ist und Queue- sowie Wiederholungsdaten akzeptabel bleiben. Die Vorschau darf dabei nicht stillschweigend als Produktions-SLA behandelt werden.

Selbst gehosteten Mac beschaffen oder mieten:
Wählen Sie einen kontrollierten Mac, wenn Produktionssignierung, private Repositories, feste Caches, Datenresidenz oder konstant hohe Auslastung die Architektur bestimmen. Ob Kauf oder Miete sinnvoller ist, hängt von Nutzungsdauer, Ersatzplanung, interner Wartungskapazität und Beschaffungsregeln ab.

Gemischten Pool einführen:
Nutzen Sie die Kombination, wenn ein stabiler Release-Kern erforderlich ist, die Testlast aber schwankt. Der Erfolg hängt von sauberer Jobklassifizierung und getrennten Berechtigungen ab, nicht von der bloßen Existenz zweier Agent-Typen.

Migration vertagen:
Warten Sie, wenn Xcode-27-Kompatibilität, Region, Netzwerk, Abrechnung oder Wiederherstellung nicht nachgewiesen sind. Ein späterer, belegter Pilot ist besser als eine schnelle Umstellung, die den Release-Prozess von einer Vorschauressource abhängig macht.

Für die technische Umsetzung eines isolierten Agent-Pools können Sie zunächst einen dedizierten Mac als Pilotumgebung einplanen. Eine passende VNCMac-Option für den temporären Mac-Zugriff kann dabei als Testpfad dienen; die endgültige Wahl sollte anhand der protokollierten Build- und Sicherheitsanforderungen erfolgen, nicht anhand einer allgemeinen Leistungsbehauptung.

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Der richtige nächste Schritt ist eine messbare Doppelstrategie

Für 2026 lautet unsere Empfehlung: Lassen Sie den normalen Produktionspfad auf einem getrennten, kontrollierten selbst gehosteten Mac-Pool und verwenden Sie gehostete Apple-Silicon-Agents zunächst für kurzlebige Tests, Beta-Kompatibilität und begrenzte Lastspitzen. Prüfen Sie Xcode 27, Image, Region, Abrechnung und Vorschau- beziehungsweise GA-Status unmittelbar vor dem produktiven Einsatz erneut.

Ein vollständig gehosteter Ansatz kann bei unkritischen, unregelmäßigen Builds genügen. Für Teams mit dauerhafter Signierung, privaten Netzwerkabhängigkeiten oder forensischen Nachweispflichten ist er derzeit keine belastbare Einheitslösung. Ein gemischter Pool macht die Grenzen sichtbar: selbst gehostete Macs tragen die kontrollierten Aufgaben, während temporär gemietete Apple-Silicon-Kapazität die Spitzen auffängt.

Gegenüber dem alleinigen Betrieb eigener Macs entfallen bei einer gemieteten VNCMac-Umgebung je nach gewähltem Modell die vollständige Hardwarebeschaffung, ein Teil der Ersatzteil- und Bereitstellungsplanung sowie die Bindung von Geräten an eine einzelne Auslastung. Gegenüber einem ausschließlich gehosteten Agent bleiben zugleich die Vorteile eines kontrollierbaren, dedizierten Mac-Pfads für Signierung und interne Netzwerke erhalten. Das macht die Miete nicht automatisch billiger, aber sie kann den Pilot schneller und die Kapazitätsentscheidung reversibler machen.

Starten Sie daher mit einem isolierten selbst gehosteten Agent, messen Sie reale Builds und Queue-Zeiten und legen Sie erst danach das Verhältnis zwischen fester Basis und gehosteter Elastizität fest.

FAQ (Häufige Fragen)

Für produktive Releases sollten Sie einen Apple-Silicon-Agent im öffentlichen Vorschauzustand nicht als alleinige Grundlage einplanen. Die Signierung benötigt kontrollierte Keychains, Provisioning Profiles, Release-Konten, nachvollziehbare Zugriffe und einen getesteten Wiederherstellungsweg. Nutzen Sie für stabile Veröffentlichungen zunächst einen getrennten, selbst gehosteten Pool und reservieren Sie gehostete Ressourcen für Tests oder zeitweise Kapazität.

Apple bestätigt, dass Xcode 27 Beta nur auf Apple-Silicon-Macs installiert und ausgeführt werden kann. Für kurzfristige Kompatibilitätstests ist ein gehosteter Agent sinnvoll, sofern Image, Region und Version nachweisbar passen. Für feste Release-Pipelines mit Caches, Signierungsdaten und internen Abhängigkeiten ist ein selbst gehosteter Mac die kontrollierbarere Wahl.

Ein selbst gehosteter Mac passt besonders zu Produktionssignierung, privaten Artefakt-Repositories, internen APIs, festen Xcode-Versionen, langlebigen Dependency-Caches und wiederholbaren Release-Jobs. Er verlangt jedoch Pflege des macOS- und Xcode-Standes, Agent-Updates, Zugriffsschutz, Zertifikatsrotation, Monitoring und einen dokumentierten Ersatzbetrieb. Für untrusted Pull Requests sollte er nicht pauschal freigegeben werden.

Vergleichen Sie nicht nur abrechenbare Build-Minuten. Berücksichtigen Sie effektive Laufzeit, Parallelität, Leerlaufkapazität, Wartungsstunden, Cache-Verluste, fehlgeschlagene Wiederholungen, Netzwerkbetrieb, Signierungsverwaltung und Wiederherstellung. Erst Ihre Build- und Queue-Logs zeigen, ob ein gehosteter Agent, ein dauerhaft betriebener Mac oder ein gemischter Pool wirtschaftlich ist.

Ja. Eine Pipeline kann über Agent-Pool-Auswahl, Labels, YAML-Bedingungen oder gemeinsame Templates unterschiedliche Jobs routen. Trennen Sie jedoch Test-, Release- und untrusted Aufgaben ausdrücklich. Ein gemeinsamer Pipeline-Code bedeutet nicht, dass dieselben Berechtigungen, Keychains, Netzwerkpfade oder Secrets verwendet werden dürfen. Der Pool muss als Sicherheitsgrenze behandelt werden.